Der Gral
Definition   Bedeutung   Erklärung

Definition

Zunächst einmal muss der Begriff "Gral" erklärt werden. Als Definition kann folgendes gelten:

Der Gral ist, je nach Überlieferung ein Objekt (ein Stein oder ein Gefäß), das göttliche Kraft verleiht, wenn man ihm in richtiger Weise begegnen kann.

Es gibt zwei wesentliche Strömungen von Gralslegenden: Eine aus dem angelsächsischen Raum, die sich um die Geschichte des Königs Arthus und seiner Tafelrunde rankt, die andere Tradition wird vor allem durch die Erzählungen von Chrétien de Troyes und Wolfram von Eschenbach vertreten, wobei die Figur des Ritters Parzival im Vordergrund steht, der wiederum aber auch eine Gestalt aus der Arthussaga ist. Eine esoterische Version der Gralslegende führt den Ursprung des G. auf den Engelssturz zurück. Dabei soll Luzifer ein Smaragd aus einer Krone geschlagen worden sein, der ins Paradies fiel und dort von Set geholt wurde. Nachdem er zu einem Becher geschliffen wurde, kam er auf rätselhafte Weise in die Hände von Joseph von Arimathia, der damit Jesu Blut auffing, das aus seiner Wunde floss, die ihm mit der Lanze am Kreuz beigebracht worden war. Auf einer Seereise nach England soll er den G. mitgenommen haben, wo er seitdem im Dunkel der Geheimnisse verschwunden ist...

Bedeutung in der Arthussaga

König Arthus und seinen Rittern der Tafelrunde erscheinte eine Vision des heiligen Grals, dem Gefäß, aus dem Jesus beim letzten Abendmahl getrunken haben soll und das einige Tropfen seines Blutes beinhalten soll. Artus ist von der Erscheinung derart fasziniert, dass er es als eine Lebensaufgabe betrachtet, den Gral zu finden. Seine Ritter streben damit nicht nach irdischem Ruhm, sondern vielmehr nach vollkommener religiöser Erfüllung. So machen sich einige Ritter auf den Weg, um ihres Königs Wunsch nachzukommen. Die Monate und Jahre vergehen ... Erst nach langer Zeit kommen einige Ritter zurück, erzählen von ihrem langen Ritt durch Gebirge und Wüsten - aber sie alle haben versagt. Als schließlich der tapfere Ritter Lancelot als einer der letzten zurückkehrt, fragt man auch ihn nach dem Gral. Er sagt, er habe ihn nicht gefunden, "wegen seiner Sünde". Die Identität des Grals bleibt weiter im Ungewissen...

Erst als viele Jahre später ein alter Mann die Tore von Camelot durchschreitet und von seiner Suche erzählt, kommt Licht ins Dunkel: Der alte Mann, der ehrenwerte Sir Bors, hat den Gral gesehen. Er liege in einem weit entfernten Schloss, das nur der reine Mensch sehen könne. Dieses Schloss Carbonek und der Gral werde vom Fischerkönig (König Pelles) bewacht. Er gestatte es nicht, den Gral zu entfernen, da ihn Britannien nicht verdiene. Es gebe zu viele Sünder in diesem Land. Soweit kurz zum Gralselement in der Arthusgeschichte...

Alle diese Angaben reichen aus um eines zu erkennen. Den Gral wird nur der erkennen bzw. finden, wer sich als würdig erweist. Und so ist die Suche nach ihm auch irgendwie der Untergang der Tafelrunde. Einer nach dem anderen, von Arthus besten Männern, zieht aus um das Geheimnis zu lösen. Die meisten scheitern, gelangen nicht einmal in seine Nähe, geschweige erkennen die Bedeutung des Rätsels was sich am Ende nur drei Rittern der Tafelrunde (Bors, Parzival, Galahad) in Ansätzen erschließt. Die Gescheiterten werden, von Scham und verletzten Stolz gepackt, nie mehr die selben sein. Die meisten kehren nicht einmal mehr nach Camelot zurück, wagen nicht ihr Versagen einzugestehen. Einige werden auf ihrer Reise ums Leben kommen. Auch Missgunst kommt auf, die Wenigen die der Gralspur glücklich folgen haben Neider.

Versuch einer Erklaerung

wird fortgesetzt...
 

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