Der Mythos

Die Arthus-Saga   Die Tafelrunde   Excalibur   Literatur

Vor langer Zeit soll ein weiser König namens Artus in Camelot Herr eines sagenhaften Hofstaats aus edlen Rittern und feinen Damen gewesen sein. Der Ratgeber des Königs war der Zauberer Merlin. Er warnte Artus, der sich in Guinevere, die Tochter des Königs Leodegrance, verliebt hatte, vor der Hochzeit mit ihr. Sein Rat wurde jedoch nicht befolgt: Artus und Guinevere heirateten. Bald danach verliebten sich die neue Königin und Lancelot, der treueste Ritter von König Artus. Die verbotene Leidenschaft zerstörte schließlich die Idylle des Königreichs Camelot. 
So will es zumindest die Legende. Doch wie sah die Wirklichkeit aus? Gab es Artus und sein Reich wirklich so, wie es die zahlreichen Geschichten darstellen? 

Tatsache ist: Im späten 5. Jahrhundert wurde in West-England eine entscheidende Schlacht zwischen den Kelten und den eindringenden Sachsen geschlagen. Der keltische Sieg brachte dem Land eine kurze Friedenszeit. In Berichten über diese Schlacht wurde ein Feldherr namens Artus als Held gefeiert, aber erst 700 Jahre später wird er als König erwähnt. Man geht heute davon aus, dass der historische Artus in der Gegend von Cadbury in Somerset gelebt hat. Camelot, die königliche Hauptstadt eines geheimnisvollen Britannien, Heimstatt der Tafelrunde, in der Artus den Vorsitz über eine verschworene Gemeinschaft von Rittern führte, ist ein Produkt der Phantasie. Auch der Name ist eine späte Erfindung. So, wie er in den Ritterromanen beschrieben wird, hat es den Ort nie gegeben. 

Für das Bild, das wir heute von Camelot und König Artus haben, ist vor allem Geoffrey von Monmouth verantwortlich, der in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts lebte. Aber auch von anderen Chonisten/Historikern sind uns ihre Abenteuer verfügbar. 


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