vitamine wasserlösliche Vitamine fettlösliche Vitamine
Vitamine sind organische Verbindungen, die der Organismus nicht selbst bilden
kann und deshalb in kleinen Mengen mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Bei
Unterversorgung kommt es zu Störungen im Stoffwechsel und bei völligem Fehlen,
abhängig von den Vorräten im Körper, zum Tod. Überversorgungen sind dagegen nur
in einzelnen Fällen gefährlich.
Da einige Vitamine empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen (Hitze, Licht,
Chemikalien,..) sind, wird der Gehalt in Abhängigkeit von der Art der
Verarbeitung der Lebensmittel häufig stark vermindert. Als Richtlinie kann
gelten, daß z.B. bei Gemüse Tiefgefrieren und kurzes Kochen bei Mitverwendung
des Kochwassers, den Gehalt an den empfindlichen Vitaminen nicht entscheident
vermindert. Negativ wirkt sich eine Verarbeitung auch dann aus, wenn die
besonders vitaminreichen Teile des Lebensmittels entfernt werden, wie z.B. die
äußeren Schichten des Getreidekorns bei der Weißmehlherstellung.
Normalerweise wird bei einer ausgewogenen Ernährung die empfohlene Zufuhr an
Vitaminen leicht erreicht. Eine zusätzliche Zufuhr in Form von Vitaminpräparaten
ist daher nicht nötig. Da diese Präparate normalerweise harmlos sind und bei
einer einseitigen Ernährung mit geringer Vitaminzufuhr nur nützen können, sind
sie aber nicht prinzipiell abzulehnen. Sinnvoller wäre es aber, auf eine
ausgewogene Ernährung zu achten, da hierbei auch die Mineralstoffe in
ausreichender Menge zugeführt werden. Außerdem können Multivitaminpräparate z.T.
auch Unverträglichkeiten hervorrufen. Wichtig ist es, ein Lebensmittel nicht nur
allein nach dem Gehalt an Vitaminen zu beurteilen, da z.B. die Leber, wohl eines
der vitaminreichsten Lebensmittel ist, aber auch eine hohe Schadstoffbelastung
aufweisen kann, wenn sie von älteren Tieren stammt. Manche Vitamine werden auch
im Darm von Bakterien gebildet, allerdings tragen sie, im Verhältnis zur
Aufnahme über die Nahrung, kaum zur Versorgung bei.
Mangelzustände kommen meistens dann vor, wenn bestimmte Krankheiten vorliegen
(Darmerkrankungen, Alkoholismus) oder Medikamente eingenommen werden, die den
Bedarf erhöhen oder die Aufnahme aus den Lebensmitteln verschlechtern. Hier kann
es dann ebenso wie bei Abmagerungsdiäten sinnvoll sein, die kritischen Vitamine
zu substituieren. Daneben ist auch bei Schwangerschaft, Stillzeit und
Rekonvaleszenz der Bedarf an bestimmten Vitaminen erhöht.